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Hausarztmedizin + Der Hausarzt

Der Hausarzt

 

Der Hausarzt in der Schweiz ist in der Regel ein Facharzt FMH für Innere Medizin oder Allgemeine Medizin. Die minimale Ausbildungszeit, die von der FMH für diesen Facharzt Titel vorgeschrieben ist, beträgt 5 Jahre. Die meisten Hausärzte haben eine längere Ausbildungszeit hinter sich. Mit dem Hausarzt weitgehend vergleichbar ist der Kinderarzt, der für seine jungen Patientinnen und Patienten die gleiche Funktion erfüllt, wie der Hausarzt für Erwachsene.

 

Hausärzte sind Spezialisten. Allerdings ist ihr Spezialgebiet nicht auf ein Organ (wie z.B. das Herz beim Herzspezialisten) oder ein Geschlecht (wie z.B. beim Frauenarzt) oder eine Krankheit (wie z.B. Krebs beim Onkologen) beschränkt. Die Spezialität des Hausarztes sind seine Patienten d.h. die Menschen, welche zu ihm kommen, in ihrer Gesamtheit - inklusive soziales Umfeld und persönlichen Lebensgeschichte.

 

Die medizinische Grundversorgung wird von Hausärzten bewerkstelligt, weshalb man auch von Grundversorgern spricht. Die enorme Bedeutung des Grundversorgers wird erst klar, wenn man bedenkt, dass mindestens 80% eines jeden Gesundheitsbudgets im Bereiche der Sekundärversorgung (= Behandlung in Spitälern) ausgegeben wird, jedoch 90% der Arbeit im Bereich der Grundversorgung geleistet wird. Dank ihrer breiten Ausbildung, grossen Erfahrung und der oft langjährigen Kenntnis ihrer Patienten benötigen Hausärzte weniger teure diagnostische Abklärungen, um zu einer Diagnose zu gelangen. Ihre Position an der Schnittstelle des primären und sekundären Bereichs der Medizin ermöglicht es ihnen, ihre Patienten rasch und zielsicher der richtigen Therapie zuzuführen. Hausarzt-Medizin ist schlank, effizient und kostengünstig.

 

Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass Grundversorger betonte Gesundheitssysteme:

  • eine höhere Patientenzufriedenheit aufweisen
  • geringere Gesamtausgaben für das Gesundheitswesen zeigen
  • einen besseren Gesundheitszustand der Gesamtbevölkerung vorweisen
  • einen geringeren Verbrauch rezeptpflichtiger Medikamente pro Kopf der Bevölkerung haben als Spital-/Spezialisten betonte Gesundheitssysteme.
  • Trotz ihrer offensichtlichen Vorzüge krankt die Grundversorgung in der Schweiz mehr und mehr. Die Zukunft der Hausärzte ist ungewiss. Dafür gibt es mehrere Gründe:
  • Die Bedeutung der Hausärzte in der Grundversorgung wird von den Politikern verkannt und entsprechend fehlt es an der Förderung.
  • Die versprochene Besserstellung der Hausärzte im neuen Tarfisystem Tarmed hat nicht stattgefunden.
  • In einer von Konsum und Marketing geprägten Welt erliegen Menschen nur allzu leicht den Verlockungen zur Selbstdiagnose und Selbstzuweisung zum Spezialarzt, was nur allzu oft in einem teuren Ärztetourismus endet.
  • Angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Zukunft, den zunehmend unattraktiven Arbeitsbedingungen (lange Arbeitszeiten, ausufernde Administration, Schikanen durch Krankenkassen, Regulierungswut der Behörden, immer häufigere unrentable Notfalldienste usw.) fehlt es zunehmend an Nachwuchs.

Eine teure Poliklinik (Notfallstation) - orientierte Medizin wird so auf absehbare Zeit die kostengünstige und qualitativ hoch stehende Hausarztmedizin ablösen.

 

 

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